Herzlich Willkommen!

Seit über 20 Jahren arbeitet Simon Ngota mit Hexenjagdflüchtlingen. Sein Witch-hunt Victims Empowerment Project ist seit 2010 in Gushiegu stationiert. 200 ältere Frauen sind in den drei Asylen gestrandet. Weitere 800 leben in fünf weiteren Asylen, die regelmäßig besucht werden. Auf diesen Seiten möchten wir über moderne Hexenjagden und das Witch-hunt Victims Empowerment Project aufklären.

Soforthilfe

Neu ankommende Flüchtlinge haben meist nichts mehr. Wo verwandtschaftliche Netzwerke versagen, springen wir mit materiellen Hilfen ein.

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Aufklärung - Awareness

Kleine Theaterstücke sind in Ghana ein beliebtes Mittel, um brisante Themen anzugehen.

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Diplomatie

Erdpriester, Chiefs und Ältestenräte sind die höchsten Autoritäten auf lokaler Ebene. Verhandlungen hängen von ihrem Zuspruch ab.

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Schulbildung

Wir organisieren Schulbildung für Flüchtlingskinder in den Asylen.

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Aktuelles

Nachruf – Martha Timiye

[Martha]Mit Bestürzung erfuhren wir, dass unsere Mitarbeiterin Martha Timiye am 23.10.2015 an einer kurzen, schweren Erkrankung im Atebubu Discrict Hospital verstarb. Martha war nach einer Hexereianklage in Saboba sozial diskriminiert worden. Nachdem wir sie in Yendi trafen, ist sie im Februar voller Hoffnung nach Atebubu gezogen, um dort für uns als Hilfslehrerin für die Kinder im Asyl bei Duabone zu arbeiten. Martha hinterlässt zwei Söhne. Ihr Tod ist ein schwerer Verlust und erfüllt uns mit Trauer.

Tote „Hexen“, lebende Opfer

PSL-8461WebZuschnittLiebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

am 23.6.2011 wurde in Norwegen das Steilneset-Memorial in Vardø eingeweiht. 91 Menschen fanden dort vor 350 Jahren den Tod durch Verbrennung, weil sie als Hexen verurteilt wurden.

Das begehbare Denkmal soll dem Vernehmen nach beeindruckend sein. Aus der Ferne beeindruckt zumindest der Preis: über 10 Millionen Euro soll alleine der Bau und das Honorar der Stararchitekten gekostet haben, eine beachtliche Investition in den lokalen Tourismus.

Als ich 2011 im englischen Lancaster einen Vortrag über ghanaische Hexenjagden hielt, fanden dort gerade die Jubiläums-Feiern einer Hexenjagd statt, die vor 400 Jahren 10 Menschen das Leben kostete. Eine gigantische, weithin sichtbare Konstruktion auf dem Pendle Hill formte die Zahl 1612, das Jahr der Hexenprozesse. Man verkaufte überall in Lancaster mehrere Sorten der Biermarke „“Witches Brew“ und lud zu Busrundfahrten zu den Stationen der Hexenjagd ein. Wer wollte, konnte auch auf dem „witches trail“ von Lancaster zu den Dörfern wandern, aus denen die Opfer zusammengetrieben wurden. Dort gibt es dann mitunter Gelegenheit, sich mit Kitsch einzudecken: Hexenpuppen, Hexentränke, Postkarten. Die Hexenjagd von Lancaster beschäftigt bis heute ein kleines Heer von lokalen Buchautoren, Historikern, Journalisten, Künstler und Theologen. (mehr …)